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WOMEN’S VOICE – INDIA’S CHOICE
Feb 21 @ 19:00 – 21:00

Dokumentarfilm von Shammi Singh, Stuttgart

Laufzeit: 70min | Sprache: English (mit Untertitel) | Veröffentlichung: Juli 2019

Shammi Singh ist während der Filmvorführung anwesend und steht im Anschluss gerne zu Diskussionen bereit.

 

 

 

 

WOMEN’S VOICE – INDIA’S CHOICE ist eine Dokumentation über indische Frauen und ihre Kämpfe, Herausforderungen, Reflexionen, Hoffnungen und Träume. Regisseur Shammi Singh möchte eine ganzheitliche Sicht auf indische Frauen ermöglichen und ihnen ohne Vorurteile auf Augenhöhe begegnen.

India lives in many times at the same time. And so are Indian women’ sagt Vatsala, eine Journalistin aus Bangalore, und eröffnet den Dokumentarfilm WOMEN’S VOICE – INDIA’S CHOICE von Shammi Singh. Und dieses Zitat sagt mehr über dieses riesige, chaotische und wachsende Indien aus als alle Statistiken und Nachrichten, die uns im Westen erreichen. Diese großen Gegensätze zwischen alten Traditionen und westlicher Modernisierung, Religion und Digitalisierung, ländlichem und städtischem Lebensstil, Männern und Frauen machen Indien zu dem, was es heute ist: ein sich schnell entwickelndes Land mit einem immensen kulturellen Überbau, der das Leben aller Menschen beeinflusst. Besonders Frauen sind von den vielen kulturellen Traditionen betroffen. Im Westen haben wir eine sehr pessimistische Sicht auf indische Frauen. Wir hören immer nur die schrecklichen Geschichten und niemand erzählt uns von Frauen, die unabhängig und unbesorgt leben können. Sicher, vieles liegt im Argen. Aber gibt es noch mehr? Und ändern sich die Zustände?

Singh sucht nach Antworten auf diese Fragen und bringt dabei noch vieles mehr ans Tageslicht. Er sucht nach dem „indischen Frauenbild“, möchte wissen, wer diese Frauen sind und vorurteilsfrei ihre Geschichten und Meinungen hören. In über 15 Interviews versucht Singh viel von der indischen Realität einzufangen und den Frauen auf Augenhöhe zu begegnen. Wie fühlt es sich an eine Frau in Indien zu sein? Wie ist ihr Leben verglichen mit denen ihrer Mütter und Großmütter? Und gibt es überhaupt „ein Indien“? Ebenfalls werden Faktoren erarbeitet, die Unabhängigkeit für Frauen möglich machen können, wie Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und Urbanität. Durch Interviews mit verschiedenen Nicht- Regierungs-Organisationen bekommt der Zuschauer darüber hinaus weitere Informationen, wie diese Organisationen arbeiten und hilfsbedürftigen Frauen nachhaltig helfen. Das alles sind Eindrücke, die uns besser verstehen lassen, was wirklich in diesem Land vorgeht und wie es um indische Frauen wirklich steht.

Shammi Singh (31) ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines indischen Vaters. Er hat sein ganzes Leben in Deutschland verbracht, ist dort aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat bis Ende 2017 in Marketing-Agenturen gearbeitet.In den letzten Jahren hatte er jedoch das Gefühl, dass es ihn immer mehr auf den indischen Subkontinent zieht und war daraufhin mehrmals in Indien. In der deutschen Heimat war er nach den Reisen immer mit der Frage konfrontiert, wie Frauen in Indien behandelt werden. Um herauszufinden, wie Frauen in Indien leben, begann er im Januar 2018 mit den Arbeiten zu WOMEN’S VOICE – INDIA’S CHOICE, seiner ersten Dokumentation. Feminismus ist nicht nur Frauensache – es geht uns alle etwas an. Daher ist es ihm unglaublich wichtig, dass sich auch Männer für feministische Themen stark machen und Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung unterstützen.

Die Produktion hat Shammi Singh komplett selbst übernommen. Von der Konzeption bis hin zur Regie, dem Filmen, den Interviews, dem Schneiden, Produzieren, Schreiben und Aufnehmen der Musik ist alles von ihm übernommen worden. Er ist kein professioneller Filmemacher und hat sich während des gesamten Filmprozesses, der genau ein Jahr dauerte, alle diese Fähigkeiten selbst beigebracht.

 

 

 

Mrz
20
Fr
Christen in Indien
Mrz 20 @ 19:00 – 21:00

 

 

 

 

Vortrag von Ute Penzel, Hannover

Das Christentum ist in Indien nach dem Hinduismus und Islam die drittgrößte Religion. Um 53 n Chr. wird von den ersten Christen berichtet, die durch den Apostel Thomas in Kerala zum christlichen Glauben gekommen sind. Nun gerät die Religion zunehmend unter Druck der nationalistischen Regierung. Viele von ihnen sind Dalits und Adivasi. Früher nannte man sie Kastenlose und Ureinwohner. Sie befinden sich auf der untersten Stufe der sozialen Ordnung. Gleichzeitig sind Christen im indischen Unterhaus gut vertreten, ihre Schulen gehören zu den besten des Landes. Diese Mischung führt zu einer beunruhigenden Lage.

Ute Penzel war das erste Mal 1989 in Indien, um ein Praktikum abzuleisten. Danach hat sie Indien immer wieder privat und beruflich besucht. Heute arbeitet die gelernte Sozialpädagogin mit einem Master für Child Care and Education beim Evangelischen Missionswerk Niedersachsen und ist zuständig für den Bereich Indien und Bildung.

Mai
15
Fr
Lesung des Romans „Ein Mann des Mittleren Weges“
Mai 15 @ 19:00 – 21:00

von Manuka Wijesinghe

 

 

 

 

 

Weerasinghe Aarachchilage Piyatissa Weerasinghe kleidete sich an, um auszugehen. Er trug einen weißen Sarong, ein weißes Hemd, einen grauen Blazer und eine graue Krawatte. Unter dem Sarong trug er eine schwarze Hose. Er verließ seine Dienstwohnung auf dem Schulgelände und ging auf der schotterbedeckten Landstraße in Richtung des nächsten Dorfes. Er hatte vor, einen Besuch abzustatten. Es war ein zögerlicher Besuch, aber doch unbestreitbar ein Besuch. Bei einem Astrologen…

Nach dem Erfolg ihres ersten Romans Monsoons and Potholes durchleuchtet Manuka Wijesinghe erneut die Geschichte und die Seele ihrer Heimat Sri Lanka. In diesem Roman über einen Dorfschulleiter wird dessen felsenfester Glaube an den Theravada-Buddhismus und das britische Bildungssystem von irrationalen Mächten wie Astrologie, Numerologie, Mythologie und menschlichem Begehren herausgefordert. Mit Temperament, Humor, Witz und Sarkasmus verbindet sie die strikte Disziplin des Theravada-Buddhismus mit den mystischen und volkstümlichen, bis heute sehr lebendigen Traditionen des alten Ceylon. Die Stärken der Autorin liegen in ihrer einzigartigen Fabulierlust, ihrem an der Theaterarbeit geschulten Ohr für Dialoge und ihrem eigenwilligen Blick auf Geschichte und Kultur ihrer Heimat. Manuka Wijesinghe wurde in Sri Lanka geboren. Seit dem Jahre 2000 lebt sie in Mainz.

Manuka Wijesinghe wuchs als Tochter eines Ingenieurs und einer Kunstlehrerin in Colombo auf. Ihre Muttersprache ist Singhalesisch, aber sie schreibt ihre literarischen Werke auf Englisch. Nach einer ersten Karriere als Tänzerin und Schauspielerin in Colombo studierte sie Drama an der University of Maine, USA. Sie ist in Deutschland verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Nach der Geburt der Kinder begann sie mit dem Schreiben. Zuerst verfasste sie eine Reihe von Einaktern für die Theaterbühne in Colombo sowie Gedichte und Kurzprosa. Später folgten drei Romane.

Manuka Wijesinghe absolvierte auch eine Ausbildung in traditionellen Heilmethoden und betreibt eine private Praxis.

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