Kalender

 

März – Oktober 2019

Mrz
21
Do
Bericht über SES-Einsätze in Indien
Mrz 21 @ 19:00 – 21:00

 

Veranstaltung im Rahmen der „India Days Hannover“

Erfahrungen mit indischen Studierenden – Bericht über SES-Einsätze im Rahmen der Kooperation mit der BIT University in Tamil Nadu

Vortrag von Prof. Bernhard Huchzermeyer, Hannover

Der emeritierte hannoversche Professor Dr. Bernhard Huchzermeyer hat im Rahmen von Projekten des DAAD und des Senior Experten Service (SES) mehrfach an indischen Hochschulen gearbeitet. Aktuell ist er im Rahmen einer Kooperation zwischen dem AK Biotechnologie im VDI BV Hannover und dem Bannari Amman Institute of Technology (BIT), Sathyamangalam, Tamil Nadu tätig. Ausgangspunkt ist dabei die Tatsache, dass die indische Hochschulausbildung oft sehr theoretisch und auf den Erwerb reinen Fachwissens ausgerichtet ist. Für die Arbeit in Industrieunternehmen in Indien und anderswo sind aber auch fachpraktische Erfahrungen und persönliche Kompetenzen z.B. in den Bereichen Teamarbeit und Selbstorganisation erforderlich. Prof. Huchzermeyer berichtet über seine Erfahrungen mit indischen Studierenden, ihre Eignung für den deutschen Arbeitsmarkt und über die Möglichkeiten, sie darauf vorzubereiten.

Mai
24
Fr
Exzessiver Konsum und Nachhaltigkeit in Neu-Delhi: Elektroschrott und andere Müllprobleme
Mai 24 @ 19:00 – 21:00

Vortrag von Stefan Laser
Gesellschaftswissenschaften, Universität Kassel

Müll ist nie einfach da, er hat eine Geschichte und wird von unterschiedlichen Gesellschaften unterschiedlich gehandhabt. Indien hat seit der Liberalisierung (in den 1980er und vor allem 1990er Jahren) ein extremes ökonomisches Wachstum erlebt. Zugleich hat sich das Land geöffnet für reisende Produkte und Menschen – wobei auch Schrotte und Abfälle importiert wurden. Ein gutes Beispiel dafür ist Elektroschrott, mit dem sich der Referent in seiner Doktorarbeit beschäftigt hat. E-Schrott gilt als giftigster Müll der Welt, er ist die Schattenseite der scheinbar sauberen und rein „virtuellen“ digitalen Ökonomie. Lange wurde dieser Müll weitestgehend ignoriert und relativ ungefragt weltweit verschifft (vor allem auch zwischen asiatischen Staaten oder von afrikanischen Staaten gen Asien). Dann wurde das Thema in die Öffentlichkeit getragen. Es wurde zu einem Problem erklärt, ein neues „Management“ sollte her, während die wachsende Oberschicht in Indien zugleich begann, das exzessive Konsumieren nach westlichem Vorbild zu zelebrieren. Nunmehr wird eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft gefordert und gefördert, die „amateurhaftes Recycling“ aus den Hinterhöfen und Slums verdrängen soll.

In seinem Vortrag geht Stefan Laser ein auf die Geschichte und Folgen des Wandlungsprozesses hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Er zeigt, was die ersten Konsequenzen des Wandels sind. Dazu gehören vor allem auch Verdrängungsprozesse, die das Problem weiter zuspitzen. Sogenannte informelle Arbeiterinnen und Arbeiter verlieren den Zugang zu Ressourcen, die ihnen zuvor zumindest etwas Schutz in schwierigen Zeiten geboten haben. Zugleich verlieren die hoffnungslos überforderten Infrastrukturen der Großstädte zunehmend ihre wichtigsten Arbeitskräfte. Im Vortrag wird eine Neubewertung der Situation angeregt. Verwandte Themen werden den Vortrag auflockern, neben Elektroschrott geht es auch um die aktuellen Debatten zu Tierabfällen, Dalits, und (last but not least) auf die sehr bedrohliche Luftverschmutzung in den Megacities des Landes.

Aug
16
Fr
Sommertreffen im Biergarten
Aug 16 @ 19:00 – 22:30

 

 

 

 

Unser traditionelles Sommertreffen findet bei hoffentlich schönem Wetter wieder im Biergarten / Restaurant „Lindener Turm“ statt.

Wir bitten Sie um Anmeldung bis zum 12. August per E-Mail (info@dighannover.de) oder telefonisch (0511-6476872), damit genügend Plätze reserviert werden können.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim Sommertreffen.

Sep
13
Fr
Das große Epos des Hinduismus – das Ramayana
Sep 13 @ 19:00 – 21:00

 

 

 

 Vorgetragen vom Märchenerzähler Olaf Steinl, Hannover

Das Ramayana ist wohl das berühmteste indische Epos. Es erzählt von Vishnus siebter Inkarnation als Rama. Gegen Ende der zweiten Weltphase (tretayuga) lebt auf der Insel Ceylon ein zehnköpfiger Dämonenkönig namens Ravana und bedroht die weltliche und kosmische Ordnung. Ramas Heldenmut wird herausgefordert, da er seine Gattin Sita aus den Klauen des Dämonenkönigs befreien muss. Dabei kommt ihm der Affengeneral Hanuman zur Hilfe, dessen größte Tat darin besteht, mit einem gewaltigen Sprung das Meer zwischen Indien und Lanka zu überqueren. Er ist Held vieler Filme und Comics, die von seiner Tapferkeit und bedingungslosen Liebe und Loyalität zu Rama, dem göttlichen Prinzen, erzählen.

Olaf Steinl studierte Spanisch, Lateinamerika-Studien und Philosophie an der Universität Hamburg, mit einem Auslandsjahr in Santiago de Chile. Die Freude am Märchen-Erzählen fing im Jahre 2001 an, er machte eine Märchen-Erzähl-Ausbildung bei Gudrun Böteführ. Es folgte der Besuch der Schauspiel- und Sprechgestaltungsschule Dieter Bartel in Hamburg und Fortbildung und Seminare bei renommierten ErzählerInnen. Olaf Steinl ließ sich zum Märchen-Berater auf Basis der Chakrenlehre (bei Gudrun Böteführ) weiterbilden. Eine Kundalini-Yoga-Ausbildung im Ardas, Hamburg kam noch dazu. 2010–2012 absolvierte er eine Ausbildung zum Waldorf-Klassenlehrer in Hamburg. In den Jahren 2012–2014 bildete er sich noch zum Anleiter für Darstellendes Spiel im TuT (Schule für Tanz, Clown und Theater Hannover) weiter.

Okt
11
Fr
Imagination und Wirklichkeit: Indienbilder in der deutschsprachigen Literatur
Okt 11 @ 19:00 – 21:00

 

 

 

 

Vortrag von Reinhold Schein, Literaturforum Indien e.V., Adenau
Seitdem indische Kultur und Literatur – vermittelt durch britische Gelehrte – im späten 18. Jh. in Europa wahrgenommen wurden, blickten deutschsprachige Dichter von Rang nach Indien. Sie waren fasziniert von seiner Poesie und Kunst, seiner Exotik und Erotik, seiner Philosophie und Spiritualität. Ihre Auseinandersetzung mit indischen Themen schlug sich nieder in einer Vielzahl von Gedichten, in Erzählungen, Romanen und Theaterstücken. Bemerkenswert ist der Wandel von einer Idealisierung des real unerreichbaren Traumlandes Indien bei den Romantikern und ihren geistigen Nachfahren bis hin zu scharfer Kritik an der britischen Kolonialherrschaft und an der sozialen Realität des modernen Indien bei Autoren des 20. Jahrhunderts.
Der Vortrag gibt einen Überblick über das Thema ‚Indien in der deutschen Literatur‘. Er geht mit kurzen Textbeispielen auf Werke aus drei Jahrhunderten ein.

Reinhold Schein (1. Vorsitzender des Literaturforums Indien e.V.) studierte Germanistik und Geschichte. In den 1980er und 90er Jahren unterrichtete er an der University of Poona und der Banaras Hindu University deutsche Sprache und Literatur. Die Begegnung mit der indischen Kultur war für ihn prägend und regte ihn dazu an, sich auch als Übersetzer zeitgenössischer indischer Literatur ins Deutsche zu betätigen. Diese Zeit in Indien – insgesamt mehr als 12 Jahre – ermöglichte ihm, viele Regionen des Landes zu sehen, seine reiche Kultur in den verschiedensten Facetten kennenzulernen, mit seinen Menschen vertraut zu werden und einen Einblick in Indiens geistigen Schätze zu gewinnen. Dem Vorstand des Literaturforums Indien e.V. gehört er seit 2009 an.

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